Bankrunning oder der direkte Weg ins Wasser:


 

Als ich mit dem roten Tier beginnen konnte, am Wasser zu arbeiten, war zunächst alles problemlos. Ich stand dicht am Ufer des Sees und schickte mit Apport z.B. auf eine Markierung. Mein Hund ging den direkten Weg ins Wasser und den direkten Weg wieder heraus. Nach und nach wurde mein Abstand zum Ufer immer größer und das Dummy wurde immer tiefer ins Wasser geworfen. Ich begann nun auch mit dem Einweisen (Voran) über Wasser, auch hier wurde der Abstand zum Ufer immer weiter ausgedehnt.

Je größer mein Abstand zum Ufer nun wurde, desto mehr nahm mein Hund das Wasser entweder gar nicht an oder ränderte am Ufer umher (rändern = am Ufer hin und her laufen, auch „Bankrunning“ genannt). Ich hatte den Eindruck, als könnte sie sich nicht entscheiden, welcher Weg denn nun der beste oder der einfachste zum Dummy sein könnte. Im schlimmsten Fall rannte sie, wenn möglich, um den kompletten See herum oder stand fiepend vorm Ufer in ihrer Entscheidungsnot. Wieso und weshalb dieses Verhalten auftritt, ist mir ein Rätsel, wasserscheu ist mein Hund nämlich überhaupt nicht, ganz im Gegenteil.

Was nun also tun? Jedes von hinten von meiner Position aus zu ihr gerufene Kommando („Apport“, „Voran“) verhallte im Nirvana und wurde nicht angenommen. Also konnte ich mir das schließlich sparen.

Wir gingen also in unserem Tun wieder einen Schritt zurück, also wieder ganz nah ans Ufer. Ein Dummy wurde geworfen, entweder ins oder übers Wasser und ich schickte Shanty mit Handzeichen „Voran“ zum Apport. Ist sie nach diesem Kommando auch nur im entferntesten nicht korrekt voran (= gerade Linie) ins Wasser, habe ich sie sofort gestoppt und zurückgeholt in die Ausgangsposition und von dort aus erneut mit „Voran“ geschickt mit verbalem Lob für den direkten Weg. Voraussetzung ist natürlich, dass der Hund das Voran an Land in allen Situationen beherrscht und mit diesem Kommando etwas anfangen kann.

Nach ein paar Korrekturen dieser Art hatte mein Hund verstanden, dass das Verhalten absolut unerwünscht ist und dass dort ins Wasser gegangen wird, wo man geschickt wird. Wenn nun an verschiedenen Gewässern und Wassereinstiegen das Wasser sofort angenommen wird, kann man nun den Abstand zum Ufer wieder vergrößern.
 




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Aktualisierung: 2010/09/14 ©
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